Pressemeldungen
Ilmenauer Allgemeine vom 14.01.2012
| Ackers Nachfolger soll ausgeschrieben werden | |||
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Ilmenauer Bürgermeister scheidet im September altersbedingt aus. Freie Wähler haben schon Interesse angemeldet |
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VON ARNE MARTIUS
Ilmenau. Noch ist Bürgermeister Volker Acker (SPD) im Amt, doch sein bevorstehender Ruhestand weckt bereits jetzt einige Begehrlichkeiten. Während die Freien Wähler bereits ganz offen bekundeten, gern eine Kandidaten für ,Ackers Nachfolge in Position bringen, mutmaßt der Bewerber für das Oberbürgermeisteramt vom Wahlbündnis für llmenau, Daniel Schultheiß, dass wohl auch die SPD nicht abgeneigt sein könnte, den Posten wieder zu besetzen. Das ließ er jedenfalls jüngst bei seiner Vorstellung beim Stadtverband der Linken durchblicken.Dabei ist das Amt des Bürgermeisters in Ilmenau keines, für das man sich zur Wahl stellen könnte. Denn beim Stellvertreter des Stadtchefs handelt es sich um eine Stelle, die ausgeschrieben werden muss — es sei denn, eine Zwei-Drittel-Mehrheit im Stadtrat stimmt für den Verzicht. |
Das aber scheiterte schon einmal im Jahr 2006. Damals schlug Oberbürgermeister Gerd-Michael Seeber (CDU) Volker Acker als seine rechte Hand für eine weitere Legislatur vor — und biss bei der Opposition prompt auf Granit. Das „Nein" der Linken richte sich nicht gegen die Personalie Acker, es gehe ums Prinzip, argumentierte Fraktionsvorsitzender Klaus Leuner. Man müsse sich mit neuen Leuten frühzeitig auf einen Wechsel an der Rathausspitze vorbereiten, hieß es. Auch wolle man Volker Acker seine Verdienste nicht absprechen. Doch sei die Frage "legitim, warum er — inzwischen fast 70-jährig — nicht seine Pension im verdienten Ruhestand genieße, sondern stattdessen für weitere sechs Jahre antreten müsse, versuchte Eckhard Bauerschmidt (Linke) vergeblich zu intervenieren. Wenig überraschendes trat |
dann aber bei der Ausschreibung zutage: Sechs Bewerber hatten sich um die Stelle beworben, Volker Acker erhielt sie. Diesmal aber schiebt die Thüringer Kommunalordnung einer weiteren Verlängerung den Riegel vor. „Nach § 32, Abs. 5 Thüringer Kommunalordnung (ThürKO) wird der hauptamtliche Beigeordnete, in großen kreisangehörigen Städten der Bürgermeister, für eine Amtszeit von sechs Jahren vom Stadtrat gewählt. Er ist verpflichtet sich zur Wiederwahl zu stellen, wenn kein wichtiger Grund entgegensteht. Ein wichtiger Grund liegt z. B. vor, wenn er das 62. Lebensjahr vollendet hat, was bei Herrn Acker der Fall ist", teilt die Stadtverwaltung auf Nachfrage unserer Zeitung mit. Dadurch wird es in jedem Fall ein neues Gesicht an Gerd-Michael Seebers Seite geben — gleich, wie die Ausschreibung ausgeht. Der Stadtchef selbst hatte seine Zusammenarbeit |
mit dem Bürgermeister stets als „bewährtes Team" eingeschätzt. Während Volker Acker in der Öffentlichkeit nicht eben durch gesteigerten Drang zum Repräsentieren auffällt, wird ihm im Rathaus bei Seebers Abwesenheit durchaus Durchsetzungsvermögen attestiert. Bis zum 14. September steht Volker Acker noch dem Dezernat 2 vor, in dem die Aufgaben des Ordnungsamtes, des Kultur- und Sozialamtes sowie des Sport- und Betriebsamtes koordiniert werden.
Volker Acker (rechts) vertritt auch seinen jüngeren Chef Gerd-Michael Seeber. Foto: Ralf Ehrlich |
Ilmenauer Allgemeine vom 23.12.2011
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Freie Wähler liebäugeln mit Bürgermeisteramt Ilmenauer Vereinigung verzichtet auf Kandidaten für Oberbürgermeister. Nachfolge für Volker Acker im Gespräch Ilmenau. Die Freien Wähler in Ilmenau wollen einen Kandidaten zur Bürgermeisterwahl im kommenden Frühjahr einbringen. Das gab Fraktionsvorsitzender Bernd Frankenberger am Rande einer Weihnachtsfeier der Wählervereinigung bekannt. Der bisherige Amtsinhaber Volker Acker (SPD) scheidet dann aus. Hingegen wolle man auf das Aufstellen eines eigenen Kandidaten für das von Gerd-Michael Seeber (CDU) begleitete Amt des Oberbürgermeisters verzichten. Dessen Amtsperiode endet im April des nächsten Jahres. Zu konkreten Namen für den Posten des Bürgermeisters äußerten sich die Freien Wähler noch nicht. Details wolle man im Frühjahr bekannt geben, so Bernd Frankenberger. Er berichtete überdies von der Arbeit seiner Fraktion im Stadtrat, während Dr. Volker Hampe als Kreistagsmitglied ein Resümee zog. Diskutiert wurde unter anderem über die von Landrat Benno Kaufhold (CDU) ins Gespräch gebrachte Erhöhung der Kreisumlage und die anstehende Neuwahl des Landrats. Doch nicht nur politisch ging es bei der Weihnachtsfeier zu: Bernd Frankenberger gab in seiner Eigenschaft als Heimatgeschichtsforscher literarische Kostproben der „Gemeinde Gabelbach" zum Besten. Auf Stadtratsebene wolle man auch im kommenden Jahr dem selbst gesetzten Motto „mit Herz und Verstand für unser Ilmenau" gerecht werden, hieß es. |
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Im Gasthaus „Zum kleinen Eisbär" trafen sich die Freien Wähler am Dienstag zu ihrer Weihnachtsfeier. Im Bild vorn links Kreistagsmitglied Volker Hampe, dahinter Heike und Albrecht Stahlberg, rechts Ullrich Abicht mit Frau. Foto: Katja Wollstädt |
Ilmenauer Allgemeine vom 28. August 2010
Alles Gute zum Geburtstag!

Wie in jedem Jahr zu seinem Wiegenfest wurde der alte Goethe (* 28. August 1749 in Frankfurt am Main; † 22. März 1832 in Weimar) auf dem Ilmenauer Markt von einer Abordnung der Freien Wähler und des Heimatgeschichtlichen Vereins überrascht. v.l.n.r. Katja Wollstädt (FWG), Horst Zink (FWG), Debora Page (Blue Ash - Ohio), Günter Andrä (HGV) und Bernd Frankenberger (FWG) gehörten zu den Gratulanten.
Ilmenauer Allgemeine vom 28. August 2010
Vier Tage wirken lange nach
"Goethes letzte Reise" blickt vom Ende her auf das lange Leben und Wirken des Dichterfürsten
Viermal hat Goethe in
Ilmenau Geburtstag gefeiert, immer lagen, seltsamer Zufall, genau 18 Jahre
dazwischen und 1831, als der 82. zu begehen war, wurde es ein ganz besonderer,
der letzte in einem langen Leben.
ILMENAU.
Vielleicht ahnte Goethe sein nahendes Ende, seine Enkel Walther und Wolfgang,
die er mitgebracht hatte, aber auf keinen Fall. Und weil der letzte Geburtstag
zugleich verbunden war mit der letzten Reise, die der Geheime Rat in seinem
Leben unternahm, hat Ilmenau noch viele Jahre danach unerwarteten Image-Gewinn
davon. Denn Sigrid Damm, in Gotha geborene Schriftstellerin, die am 7. Dezember
ihren siebzigsten Geburtstag feiert, hat ein Buch mit dem Titel „Goethes letzte
Reise" geschrieben. Und dieses Buch der Autorin, die am 6. November 2005 in
Weimar den erstmals verliehenen Thüringer Literaturpreis entgegennahm, ist ein
Bestseller geworden.
Und das zu recht! Denn wer
das von Kritikern hoch gelobte Buch in die Hand nimmt, hat die Chance, nicht nur
dem ganz alten Goethe sehr nahe zu kommen. Denn gebaut hat die Autorin ein Buch,
in dem die letzte
Reise, die vier Tage in Ilmenau, gewissermaßen die Rahmenerzählung darstellen.
Eingeschlossen sind Schilderungen, die ausholen, die zurückgreifen, die Fragen
aufwerfen und Vermutungen anstellen, stets aber ohne alle Gewaltsamkeit mit dem
verbunden bleiben, was den letzten Ilmenau-Aufenthalt Goethes ausmacht. Man muss
die Stieleigentümlichkeit der Autorin tolerieren, immer wieder syntaktisch
unvollkommene Sätze zu schreiben, die oft wie Szenenbild-Stichworte für eine
filmische Darstellung wirken. Man muss damit umgehen können, dass nicht alle
gestellten Fragen auch beantwortet werden. Sie regen den Leser fast immer an zu
eigenem Spekulieren, selten lassen sie ihn einfach nur allein. Und natürlich
kommen auch alle früheren Ilmenau-Aufenthalte, kommen sein Wirken in
Finanzangelegenheiten der Exklave Amt Ilmenau, sein Kampf um den Bergbau
ausreichend breit zu Wort.
Bis zur kritischen Konsequenz: Sigrid Damm verschweigt nicht, dass Goethe noch seine kleinsten Auslagen im Kampf um die Rettung des Bergbaus erstattet bekam, während alle Anteileigner ihr Geld in den Sand gesetzt hatten.
Ein wenig hat Ilmenau das höchst empfehlenswerte Buch inzwischen sogar schon überholt. Denn die „Alte Försterei", bei Sigrid Damm noch "in einem erbarmungswürdigen Zustand; bröckelnder Putz", ist jetzt sicher das schönste Gebäude in Ilmenau.
Nicht korrigieren kann Ilmenau eine andere Aussage: die nämlich, dass der ehemalige „Sächsische Hof" an der Ecke Schwanitz-Straße zur Fußgängerzone heute das Haus der Stadtapotheke sei. Goethes letzte Reise war übrigens seine erste nach acht Jahren Reiseabstinenz.
Dass ihr Ziel Ilmenau hieß, wen freut es nicht heute noch?
Freies Wort vom 03.06.2009
Ilmenau - Originale waren angekündigt - ein Urgestein löste das Versprechen ein. Oftmals verborgene oder vergessene Blicke zurück und voraus gab es zum Historischen Stadtrundgang. Manches war freilich nicht ganz ernst gemeint.

Bild: Dolge
Sehenswürdigkeiten sollten gezeigt werden - die Spaziergänger aus Ilmenau und Umgebung blieben den Stadtführern und ihren Begleitern in historischen Gewändern 120 Minuten lang dicht auf den Fersen. Rund 200 Neugierige warteten Samstagabend kurz vor 20 Uhr ungeduldig am Treffpunkt "Tannenlädchen" auf Originale und Mitwirkende in historischen Kostümen, auf eine Führung etwas anderer Art, auf Geleit durch Gassen und Wege, die bei derartigen Führungen oft abseits bleiben. "Vor fünf Jahren haben wir das schon einmal gemacht", erklärte dazu Bernd Frankenberger, der spiritus rector dieser Aktion: "Der Erfolg hat uns ermutigt, es noch einmal zu versuchen."
"Ich freue mich riesig, dass ich diese tolle Stadtführung bei meinem Pfingstbesuch hier in Ilmenau miterleben durfte", freute sich am Ende des Rundganges Christina Lehmann aus Berlin, die das Wochenende bei ihrer Mutter Hanna Schmidt verbrachte: "Eigentlich bin ich ja Ilmenauerin, aber es hat mich in den 70er Jahren nach Berlin verschlagen."
Das Ilmenauer "Urgestein" der Stadtführer-Zunft Wolfram Schmeißer und Bernd Frankenberger vom "Tannenlädchen" zogen die Teilnehmer nicht allein wegen ihrer historischen Uniformen in ihren Bann. Sie bewiesen mit einer imaginären U-Bahn-Station am Hotel "Tanne" namens "Frankenberger Platz" auch Ideen-Reichtum bei der Zukunftsplanung für Ilmenau. Anlass zu Spekulationen und noch mehr Spaß war diese Vorstellung allemal.
Es hat sich gelohnt, vom Sofa aufzustehen
"Frankenberger ist ja für seine Einfälle bekannt", meinten dazu unterwegs Stanislaw und Heidi Krepiewnicki, die extra aus Elgersburg zum Stadtrundgang gekommen waren: "Es hat sich gelohnt, dafür vom Sofa aufzustehen." Den Gang durch die Lindenallee vorbei an "Kuhns Bäck", "Bananen-Max" und dem feinen "Kaiserhof" garnierte Urgestein Schmeißer mit Histörchen und Episoden. Vor Rammelts ehemaligen Weinstuben erinnerte er an das legendäre Schild "Montags geschlossen. Franz Rammelt" und vor der ehemaligen Bürstenmacherei an den Spruch "Wer Bürsten will, muss anklopfen!"
An Treppenschacht und Wenzels Garten wurden die Bergbautraditionen, vor allem aber die schwere Arbeit und schwierigen Lebens-Bedingungen der Bergleute wieder ins Gedächtnis gerufen. Ein altes Ilmenauer Bergmannshaus, die alte Bergmannskapelle, der untere Berggrabenweg - Stadtspaziergänger Schmeißer und Frankenberger ließen auch die entbehrungsreichen Stationen Ilmenauer Stadtgeschichte nicht aus: "Ilmenau war früher zeitweilig Notstandsgebiet. Die Sprüche "Kartoffeln in der früh, mittags in der Brüh ...' sollen damals entstanden sein", so Schmeißer, der angesichts der vielen Gäste gut beraten war, ein Megaphon einzusetzen. "Sonst gehen wir ja auch nicht in diese Ecken", so Sabine Schulz aus Gehren. "Aber was hier alles an verborgener Kultur gezeigt wird, das gefällt uns sehr", ergänzte Johanna Behrens aus Langewiesen. Goethe spielte auch eine Rolle, allerdings mehr als Bergbauminister denn als Dichterfürst. Er hatte, so Schmeißer nachdrücklich, großen Anteil am dritten großen Aufschwung des Ilmenauer Bergbaus Anfang des 19. Jahrhunderts, auch wenn er nach ersten Fehlschlägen Ilmenau drei Jahre lang nicht mehr besucht hatte.
Das letzte Stück Stadtwall von Ilmenau hinter dem Kulturamt, die "Seufzer-Brücke" am Rathaus, die Güldene Pforte und ihre Namensgebung, historische Gebäude, in denen Goethe einmal nicht gewohnt haben soll - der Stadtspaziergang förderte auch für "alte Ilmenauer" manches Unbekannte und Bekannte in neuem Licht zutage. "Vieles kannte ich ja schon", so erklärte auch Werner Fitzke, der mit Frau Dorothea den beiden Originalen bis zum Schluss gefolgt war. "Aber das alles war mit so viel Liebe erarbeitet, wurde so locker und leicht dargeboten, da sind wir gern bis zum Schluss dabei geblieben." Gerd Dolge
Ilmenauer Allgemeine vom 03.06.2009
Originale und Originelles
Ilmenaus Freie Wähler hatten zu einem amüsanten historischen Stadtspaziergang eingeladen
Zu einer humorvollen historischen Stadtführung hatten die Freien Wähler von Ilmenau eingeladen und gut 70 Neugierige am Samstagabend auf die Beine geholt. Sie erhielten einen ganz besonderen Blick auf die Stadtgeschichte.
ILMENAU (me). Los ging es an der U-Bahn-Station „Frankenberger Platz", eingeweiht dereinst anno 2000, am 11.11., punkt 11.11 Uhr. Eine freundlich-blecherne Stimme erklärte den schmunzelnden Zuhörern den Weg samt einzelner Stationen — darunter der Schuldenberg, die Raubritterburg, der OB-Seeber-Platz, der ICE-Bahnhof Wolfsberg. Nach diesem Ausflug in Ilmenaus Unterwelt ging es weiter über die Flaniermeile Lindenstraße, wo es wichtig war und ist „zu sehen und gesehen zu werden". Zu den dort ansässigen Originalen gehörten einst Kuhn's Bäck, Cafe Funke und das Weinhaus Rammelt, an dem regelmäßig zumeist montags das Schild „Heute geschlossen. Franz Rammelt" die Vorübereilenden grinsen ließ. Von Dr. Vogel und der Linden- Fee war die Rede, deren gut behütetem Töchterlein samt ihren schönen „Augen", ihrem sich wohlrundenen Leib, der mütterliche Sorge darob und dem berühmt-berüchtigten „Lindenfurz" als Vogelsches Untersuchungsergebnis. Vorbei ging der Spaziergang am ehemaligen 1859 gebauten Kurhaus mit seiner resoluten Wirtin, die im Sommer kein Dienstpersonal im Hause duldete. Im Winter schon. Das Kurtheater wurde in den 20-er Jahren zu den Linden-Lichtspielen umgebaut und zeigte als ersten Film „Drei von der Tankstelle". Vorbei ging die Führung am früheren Sanatorium von Dr. Hasenstein und am Wenzelschen Haus mit seiner im Jahre 1832 erbauten und damit ältesten Gartenlaube in IImenau, die aber nur noch in Teilen steht. Im Wenzelsgarten als einem der ersten Kurgärten hoppelte gar ein verspäteter Osterhase umher und verteilte Süßes. Bernd Frankenberger und Wolfram Schmeißer waren die "Wortführer" dieses amüsanten Stadtspaziergangs.

Freies Wort vom 02.06.2009
U-Bahn für Frankenberger
Ilmenau - Ob es einmal eine U-Bahn-Station am „Frankenberger Platz" vor der Tanne geben wird, sei dahingestellt. Auf alle Fälle zählte Samstagabend die historische Stadtführung mit Bernd Frankenberger und Wolfram Schmeißer über 200 Besucher. Die beiden Originale führten kostümiert durch die Stadt und erzählten Anekdoten und Histörchen.
Morgen mehr

Freies Wort vom 30.05.2009
Menschen nicht aus der Verantwortung nehmen
Kommunalwahl | Bürger vor falschen Versprechungen schützen. Raus aus Hartz IV durch Bildung und mehr Arbeitsplätze
Im Ilm-Kreis tritt die Freie Wählergemeinschaft mit 46 Kandidaten zur Wahl des neuen Kreistages an. Freies Wort hat Sie zu verschiedenen akuellen Themen befragt. Hier sind die Antworten:
Warum soll der Wähler gerade Sie wählen?
Die Freien Wähler schützen die Bürger und die Haushalte der vor falschen Versprechungen und Verschuldungswut der Parteien. Wir begrenzen Parteienmacht in ihrer Selbstherrlichkeit.
Welchen Beitrag wollen Sie leisten, damit sich der Wohlfühlfaktor im Ilm-Kreis erhöht?
Wohlfühlen hat mit Würde und Selbstbewusstsein zu tun. Darum nehmen wir die Menschen nicht aus der Verantwortung fü ihren Ilm-Kreis. Unsere Politik soll diese Eigenverantwortung stützen, wo andere die Menschen entmündigen und gängeln. Wir unterstützen die Arbeit von Sozial- und Jugendamt. Es gibt eine vorbildliche
Zusammenarbeit von Jugendamt, Verbänden und Freien Trägern der Jugendarbeit im Jugendhilfeausschuss.Familien und Jugendliche
müssen unterstützt und Kinder beschützt werden! Wir wollen eine größere Zusammenarbeit von Jugendhilfe und Schulen.Jugendgewalt, Alkohol- und Drogenkonsum sowie Schulschwänzerei sind
entschlossen zu bekämpfen.Wir wollen Menschen aus schwierigen Verhältnissen helfen und Ihnen
Chancen für ein selbstbestimmtes Leben eröffnenWir für die Erweiterung des Radwegenetzes ein.
Wir unterstützen die Behörden bei der Bekämpfung von von Umweltverschmutzung, gegen wilde Müllablagerung oder der Verschmutzung von Wasser, Böden und Luft. Wir setzen uns für den weiteren Ausbau alternativer Energieversorgungssysteme ein. Der Tourismus und die Lebensqualität unserer Einwohner brauchen eine intakte Umwelt. Wir werden unsere Müllentsorgung auch in Zukunft in einem guten und bezahlbaren System erhalten. Die Bürger sollen auch weiterhin ihren Sperrmüll kostenlos entsorgen können.
Welches Rezept haben Sie zur Wirtschaftsförderung, gegen steigende Arbeitslosigkeit und zur Verbesserung der Lage von HartzIV-Empfängern?
Wirtschaft fördern durch gute Schulen, gute Straßen, gute Verwaltung. Wir wollen günstige kommunale Rahmenbedingungen erhalten und schaffen (gute Gewerbegebiete, günstige Preise für Wasser/Abwasser und Energie, niedrige Steuern). In den engen Grenzen kommunaler Politik wollen wir das Mögliche tun. Es gibt nur eine Verbesserung für Hartz-IV-Empfänger und die heißt „Raus aus Hartz-IV" durch Bildung und mehr Arbeitsplätze. Wir wollen die Menschen fördern aber unter keinen Umständen das Verbleiben in Hartz-IV befördern und diese Menschen damit dauerhaft abhängen! Der Landkreis muss seinen Beitrag leisten, um Wirtschaft, Arbeitsplätze und Einkommen der Menschen zu bewahren. Die Genehmigungsverfahren sind einfach zu gestalten. Die Infrastruktur des Kreises muss erhalten und ausgebaut werden. Die Kräfte für Wirtschaft und Tourismus sind ohne wenn und aber zu stärken!
Die Schulnetzplanung wird den nächsten Kreistag beschäftigen. Wie stehen Sie dazu und welchen Beitrag zur Entwicklung des Bildungswesens wollen Sie leisten?
Wir werden den Bauzustand der Schulen so gut gestalten, dass aus baulichen Gründen
keine Schule in Probleme kommt. Wir wollen möglichst alle Schulen erhalten. Wir unterterstützen Schulversuche, den zum Beispiel in Schmiedefeld. Und wir wollen die größtmögliche Eigenverantwortung der Schulen. Hier hängt auch sehr viel vom Land ab. Gesamtschulkonzepte wollen maßgeblich unterstützen. Unsere Lehrlingswohnheime und Berufsschulen sollen Ausbildung auch zukünftig möglich machen. Wir setzen uns dafür ein, dass unsere Volkshochschule und die Musikschule gute und bezahlbare Angebote beibehalten. Die Einrichtun des kulturellen Lebens sind wichtig für die Lebensqualität der Menschen. Sie liegen uns am Herzen!
Am Schulnetz hängt der ÖPNV. Wie wollen Sie dessen Entwicklung beeinflussen?
Schulnetz und ÖPNV werden auch in Zukunft aneinander hängen. Beides müssen wir sinnvoll entwickeln. Die Eeweiterung des Streckennetzes ist bei entsprechendem Bedarf immer möglich. Wir wollen die Zusammenarbeit mit den Betreibern des Nahverkehrs. Bei vielen Millionen an Förden sollen und müssen die Menschen durch ihren tatsächlichen Bedarf über die Zukunft entscheiden. Dafür halten wir die Fahrpreise so niedrig, wie möglich. Schulbusse verkehren für unsere Kinder sicher, pünktlich und weitgehend kostenfrei.
Im Ilm-Kreis fehlen mindestens elf niedergelassene Ärzte. Kommunale Krankenhäuser sind deutschlandweit Sorgenkinder. Welches Konzept haben Sie für das Gesundheitswesen des Ilm-Kreises?
Wir unterstützen die Entwicklung der Medizinischen Versorgungszentren unserer Ilm-KreisKlinik. Wir machen Druck auf Ärzteverbände und Bundespolitik. Wir unterstützen jede Entwicklung unserer Ilm-Kreis-Kliniken, die die Zukunft sichern hilft. Ideologische Scheuklappen haben bei den Freien Wählern keine Chance.
Was tun Sie für ältere Mitürger und Behinderte?
Für Ältere und Behinderte gilt noch mehr, was für alle gilt: Bürgerfreundliche Verwaltung, bezahlbarer ÖPNV, die Schalter der Kreissparkasse an vielen Orten erhalten, kommunale Dienstleistung möglichst preiswert, schnell, verständlich und barrierefrei. Und auch hier wollen wir die Betroffenen mit in die Verantwortung nehmen. Zum Beispiel durch die Unterstützung ihrer Selbsthilfeorganisationen (Behindertenverbände, Seniorenbeiräte). Oft fehlt es nicht an Geld, sondern an Gemeinschaft und Miteinander. Das ist sehr viel mehr wert.
Ins Rennen für den Kreistag gehen auch
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Fred Klemm, 52 Jahre, aus Großbreitenbach, Fraktionsvorsitzender des letzten Kreistages |
Neu: Katja Wollstädt, 36 Jahre, aus Ilmenau, Fotografin im Familienbetrieb |
Neu: Rainer Röhner, 56 Jahre, aus Oberpörlitz, Ingenieur für Umwelttechnik |
Freies Wort vom 27. Mai 2009
Wahl-Trio schrumpft auf zwei Kandidaten
Rückzieher! Gesundheit zwingt zu Aufgabe
Oberpörlitz — Im Ilmenauer Ortsteil Oberpörlitz spitzt sich der politische Wettstreit um den Ortsteilbürgermeisterposten diesmal bereits vor der Wahl zu. Statt drei stehen nur noch zwei Kandidaten zur Verfügung. Schon zur letzten Ortsbürgermeisterwahl ging es in Oberpörlitz knapp zu, musste eine Stichwahl herhalten, um den Sieger zu bestimmen. Die gleichen Kandidaten wie damals, der jetzige Amtsinhaber Wolfgang Heinz, sowie Olaf Eichhorn und Rainer Röhner, stehen auch am 7. Juni 2009 wieder auf der Kandidatenliste. Inzwischen zog Eichhorn seine Kandidatur allerdings zurück. In einem Schreiben, das im Ort verteilt wurde und auf der Homepage der Freien Wähler Ilmenau nachzulesen ist, begründet der frühere Ortsbürgermeister von Oberpörlitz seinen Rückzug mit seinem Gesundheitszustand, was vor der Kandidatur nicht absehbar gewesen sei. In dem Schreiben bittet Eichhorn all jene Oberpörlitzer, die ihm ihre Stimme gegeben hätten, nun Röhner zu wählen. Dessen Wahlprogramm genieße sein vollstes Vertrauen und „ich bin mir sicher, dass Herr Röhner alles zum Wohle des Ortes und seiner Bürger unternehmen wird. Ich werde Herrn Röhner wählen", bittet Eichhorn in dem Schreiben um Unterstützung des bisherigen politischen Gegners.
Röhner bestätigte im Gespräch mit Freies Wort Eichhorns Unterstützung für ihn. „Er war vor 14 Tagen bei mir und hat mit mir dazu gesprochen, auch zu seinem Gesundheitszustand", sagte Röhner.
Auf den Wahlscheinen für Oberpörlitz ist indes nichts mehr zu korrigieren, wird Eichhorn am Wahltag also namentlich aufgeführt sein, bestätigte gestern Gemeindewahlleiter Reinhard Mahlendorf, auch wenn er dann sein Mandat nicht annehme. „Der Wahlvorschlag ist bestätigt und der Kandidat geht ins Rennen", sagte Mahlendorf. tom
Ilmenauer Allgemeine vom 26. Mai 2009
Röhner statt Völker
Rainer Röhner wird als Direktkandidat für die Freien Wähler im südlichen Ilm-Kreis zur Landtagswahl antreten. Etwas überraschend, da ursprünglich ein anderer Name in Spiel war.
ILMENAU (gs). Einstimmig sei das Votum sowohl für Rainer Röhner im Süden wie für Georg Bräutigam im Norden gewesen; heißt es in einer entsprechenden Pressemitteilung des Kreistagsfraktionsvorsitzenden Fred Klemm. Doch Ende März bei der Nominierung der Stadtratskandidaten in IImenau hieß der Spitzenkandidat laut FW-Kreisvorsitzendem Rainer Zobel noch Heinz Völker. Was Zobel gestern auch auf Nachfrage bestätigt. Man hat also das Zugpferd gewechselt?
Heinz Völker habe selbst zurückgezogen, so der Kreisvorsitzende. Davon habe er aber auch erst gestern Morgen erfahren. Er war bei der Nominierungsveranstaltung nicht dabei gewesen. Um allen möglichen Unterstellungen aus dem Wege zu gehen — Vizelandrat Zobel ist für die Landtagswahl Kreiswahlleiter, deshalb wollte und will er auf Distanz bleiben.
Allerdings gibt der Kreisvorsitzende auch unumwunden zu, dass er kein Freund des Engagements der Freien Wähler auf Landesebene ist. Aus seiner Sicht kollidiere dieses Ansinnen mit dem Selbstverständnis der Freien Wähler, keine Partei sein zu wollen. Zu einer solchen werde man unweigerlich durch den Einstieg in die Landespolitik, argumentiert Zobel. Aber die Gremien der Wählergemeinschaft haben sich für den Einstieg in die Landespolitik entschieden, das akzeptiere er.
Freies Wort vom 26.05.2009
Freie Wähler:
Kandidaten für den Landtag
Ilmenau/Arnstadt — Die Freie Wählergemeinschaft Ilm-Kreis hat ihre Direktkandidaten für die Landtagswahlen im Herbst festgelegt. Für den südlichen Umkreis wird der Ilmenauer Rainer Röhner und für den nördlichen Umkreis der Arnstädter Georg Bräutigam antreten.
Die Festlegung der Kandidaten sei einstimmig gewesen, teilte der Fraktionsvorsitzende des Ilm-Kreises, Fred Klemm, gestern mit. Bereits am 20. Mai habe die Freie Wählergemeinschaft im Ilmenauer Hotel Tanne ihre beiden Kandidaten bestimmt. red
Thüringer Allgemeine vom 26.Mai 2009
LOKALES

Nur noch zwei Kandidaten
OBERPÖRLITZ (TA). Vor der anstehenden Wahl des Ortsbürgermeisters von Oberpörlitz hat es jetzt eine überraschende Wende gegeben: Aus gesundheitlichen Gründen zieht mit Olaf Eichhorn einer der drei Kandidaten zurück. Zudem hat er den Einwohnern in einem Brief geraten, Rainer Röhner von den Freien Wählern die ihm zugedachten Stimmen zu geben. Röhner wurde von der Wählergemeinschaft auch als Direktkandidat für den Landtag gekürt.
Ilmenauer Allgemeine vom 26.05.2009
Ortsbürgermeisterkandidat empfiehlt die Konkurrenz
Oberpörlitz: Olaf Eichhorn zieht aus Gesundheitsgründen zurück und rät zur Wahl von Rainer Röhner
Im Ilmenauer Ortsteil Oberpörlitz hat es vor der Wahl des Ortsbürgermeisters am 7. Juni eine unerwartete Wende gegeben: Von den drei Kandidaten, darunter Amtsinhaber Wolfgang Heinz, zog nun einer zurück. Olaf Eichhorn tritt aus gesundheitlichen Gründen nicht an und empfiehlt die Wahl von Rainer Röhner.
OBERPÖRLITZ (am). In einem Schreiben an die Einwohner von Oberpörlitz hat Olaf Eichhorn, bislang einer von drei Kandidaten für den Posten des Ortsbürgermeisters, seinen Rücktritt von der Bewerbung mit „gesundheitlichen Gründen, die bei meiner Aufstellung noch nicht offensichtlich waren" begründet. Weil sein Name dennoch auf den Wahlzetteln auftaucht, empfiehlt er nun jenen, die ihm die Stimme gegeben hätten, das Kreuz bei Rainer Röhner (Freie Wähler) zu machen. In dem gleichen Anschreiben an die Einwohner bedankt sich Röhner denn auch gleich für die „edle Geste", nachdem er „mit Bestürzung [...] von der plötzlichen und schweren Erkrankung" erfahren habe. Von der Wählervereinigung wurde gestern die Authentizität des Schreibens bestätigt, das bereits Mitte Mai verschickt wurde.
Eine Streichung des Kandidaten sei zu diesem Zeitpunkt nicht mehr möglich gewesen, bestätigte auf Anfrage von „Thüringer Allgemeine" Ilmenaus Hauptamtsleiter Dr. Reinhard Mahlendorf. Am 24. April wurden die Listen geschlossen. Olaf Eichhorn ist bis 2004 CDU-Ortsbürgermeister in Oberpörlitz gewesen. Schon zur Kommunalwahl vor fünf Jahren hatte es die drei Bewerber für das Amt gegeben. Rainer Röhner trat damals für das Bürgerbündnis an. Zur Wahl am 27. Juni 2004 fuhr der damalige Herausforderer Wolfgang Heinz 49,3 Prozent der Stimmen ein, Olaf Eichhorn 29 Prozent und Rainer Röhner 21,7 Prozent.
Im Juli kam es zur Stichwahl zwischen Amtsinhaber und Konkurrent, die Wolfgang Heinz für sich entschied: 68,7 Prozent der Oberpörlitzer wählten ihn zum neuen Ortschef.
Freies Wort vom 25.04.2009
Ilmenau - 102 Bewerber von sechs Parteien/Wählergemeinschaften buhlen zur Kommunalwahl am 7. Juni um die Gunst der Wähler für die nur 30 Sitze des Ilmenauer Stadtrats. Gestern Abend 18 Uhr war Meldeschluss. Bei Ilmenaus Gemeindewahlleiter Reinhard Mahlendorf waren bis dahin Kandidaturen jener fünf Parteien/Wählergemeinschaften eingegangen, die in letzter Legislatur bereits im Rat vertreten waren, zuzüglich einer neu einziehen wollenden Partei; der FDP.
Bevor sich nun im Juni die etwa 22 500 Ilmenauer Wähler einer der größten 1989 erstrittenen Errungenschaften - freien, demokratischen Wahlen - hingeben können, setzt sich am 5. Mai der Wahlausschuss zusammen, um die Kandidaten unter die Lupe zu nehmen und abzuprüfen. Das Gremium setze sich aus fünf Personen zusammen, sagte Mahlendorf. Geprüft werde dann unter anderem, ob die Wahlberechtigung der einzelnen Bewerber gegeben ist. Es werden die Niederschriften der verschiedenen Wahlversammlungen kontrolliert, um festzustellen, ob die Veranstaltungen auch ordnungsgemäß abgehalten worden waren. Auch die eidesstattlichen Erklärungen würden dann überprüft. War im Vorfeld alles rechtens, werden die Kandidaten dann öffentlich bekanntgemacht. Außerdem muss sich die Stadtverwaltung dann um den Druck der Wahlzettel kümmern. Immerhin, so sagte Mahlendorf gestern im Gespräch mit Freies Wort, seien etwa 23 000 Wahlzettel mit den Kandidaten vorzubereiten: "Wir machen immer ein paar mehr." Die Kosten für die Kommunalwahl müsse die Stadt tragen, hingegen würden für die am gleichen Tag laufende Europawahl die Wahlzettel durch die EU gestellt.
Einem dritten Wahlakt neben Stadtrat und Europäischem Parlament können sich einige Ilmenauer am 7. Juni widmen. In den fünf Ortsteilen werden die Ortsteilbürgermeister neu gewählt. In allen fünf stehen die bisherigen Ortsteilbürgermeister wieder als Bewerber zur Verfügung, teilte Mahlendorf gestern mit: Ute Oberhoffner (Unterpörlitz), Wolfgang Heinz (Oberpörlitz), Thomas Schäfer (Heyda), Mathias Hoffmann (Roda), Karl-Heinz Kühn (Manebach). Für Oberpörlitz sind zudem zwei weitere Bewerber im Rennen, die gleichen wie 2004. Damals erhielten Heinz 340 Stimmen, Olaf Eichhorn 200 und Rainer Röhner 150, was keinem der Kandidaten die absolute Mehrheit bescherte, so dass sich Heinz erst in Stichwahl durchsetzte. Thomas Klämt
Ilmenauer Allgemeine vom 24.April 2009
Drei Bewerber für Chefposten in Oberpörlitz
OBERPÖRLITZ / ILMENAU (am). Bei der Wahl des Ortsbürgermeisters von Oberpörlitz wird es im Juni spannend: Drei Bewerber haben sich bei der Wahlkommission für den Posten angemeldet, bestätigte der Leiter der Kommission Dr. Reinhard Mahlendorf gegenüber dieser Zeitung. Unter den Kandidaten sind Amtsinhaber Wolfgang Heinz, Rainer Röhner und Heinz´ Vorgänger Olaf Eichhorn. Für Ilmenaus Stadtrat gibt es außer der FDP keine neue Partei oder Gruppierung.
Ilmenauer Allgemeine vom 4.April 2009
Mannschaft bekannter Namen
Stadtratskandidatenkür: Die Freien Wähler wollen für Ilmenau, Prominenz mit Kompetenz verbinden.
Eine 70-prozentige Steigerung bei der Kandidatenaufstellung der FWG Ilmenau zur Stadtratswahl im Vergleich zur letzten Wahl, das sei doch ein schöner Erfolg, meinte am Donnerstagabend Bernd Frankenberger, als die Kandidatenwahl in „Kümmerlings Gaststätte" gelaufen war. Freude herrschte bei den Versammelten über neue und vor allem junge Gesichter.
ILMENAU (it).
Außer den alteingesessen FWG-Mitstreitern interessieren sich auch frische Gesichter für die kommunalpolitische Arbeit und wollen unter der Flagge der FWG Kommunalpolitik mitgestalten.
So wurde der langjährige Chefarzt und Direktor des Ilmenauer Krankenhauses Dr. Volker Hampe, besonders herzlich begrüßt. Er wird für die FWG als Stadtrat und Mitglied des Kreistages kandidieren.
Beifall bekam der stadtbekannte Arzt, Jahrgang 1952, nicht nur für seine Kandidatur, sondern auch für sein Bekenntnis: „Ich bleibe mit meiner Familie hier in Ilmenau und möchte als Arzt im Krankenhaus bis zur Rente kommen." "Solche Leute brauchen wir", lautete ein Zwischenruf, der dann bei der Aufstellung der beiden Jungkandidaten Katja Wollstädt und Martin Buresch wiederholt wurde.
Sehr freute sich Rainer Röhner über sein 100-Prozent-Wahlergebnis- von den 17 Kandidaten erreichten nur fünf die volle Stimmenzahl -, zumal er sich für alle drei möglichen Ämter bewirbt.
Als Kandidat der FWG tritt er zur Wahl als Oberpörlitzer Ortsbürgermeister, Stadtrat und als Kreistagsmitglied an.
„Mit diesen Kandidaten dürften wir gute Chancen haben, im künftigen Stadtrat mitzumischen", meinte Bernd Frankenberger. Das sei auch notwendig, sagte FWG-Vorsitzender Horst Zink und betonte, dass die Entscheidung darüber letztlich beim Wähler liege.
Als Kandidaten für den Stadtrat wurden gewählt:
Horst Zink, Rainer Röhner, Bernd Frankenberger, Heike Stahlberg, Katja Wollstädt, Ullrich Abicht, Marco Kammer, Sandra Storch, Sören Prüfer, Martin Buresch, Maritta Eschrich, Egon Wirsching, Oliver Köchert, Bernd Leffler, Dr. Volker Hampe, Günter Schieck, Stephan Harz.
Für den Kreistag kandidieren Zink, Dr. Hampe, Kammer, Röhner, Wollstädt, Schieck.
Freies Wort vom 7.April 2009
FWG: 17 Bewerber
Stadtratswahl | Historischer Spaziergang
Ilmenau - Nach ihrer bereits erfolgten Programmvorstellung und dem 15-jährigen Jubiläum (Freies Wort berichtete) legte die Freie Wählergemeinschaft von Ilmenau letzte Woche schlicht noch die Kandidaten für die Stadtratewahl im Juni nach. Zwei von ihnen sicherten dabei aufgrund Abwesenheit ihre Kandidatur per eidesstattlicher Erklärung ab.
Die Freien Wähler können sich mit ihrer 17-köpfigen Liste auf eine breite Mischung aus der Bevölkerung berufen, unter ihnen Arbeitslose genauso wie Akademiker, Handwerker, Selbstständige oder Rentner. „Es wäre gut, wenn ein Äquivalent zu denen gewählt würde, die da oben sitzen", blickte der jetzige Stadtrat Bernd Frankenberger auf das Rathaus. Frankenberger, der als Urgestein Ilmenaus gilt, wird sein Wissen und Kompetenz auch selbst wieder für den neuen Stadtrat zur Verfügung stellen. Mit Listenplatz 3 lässt er allerdings Horst Zink (Platz 1) und Rainer Röhner (Platz 2) den Vortritt.
Für den Kreistag steht Frankenberger nicht zur Verfügung. „Aus Zeitgründen" kandidiere er dafür nicht, sagte er.
Im Nachgang der Wahl der Stadtratskandidaten stellten die Ilmenauer Freien Wähler auch ihre Empfehlungen für die gemeinsame Wahl der Kreistagskandidaten mit den Amstädter Kollegen auf.
Der endgültige Entscheid über die Liste der Kreistagskandidaten der Freien Wähler soll am 17. April in der Arnstädter Stadtbrauerei fallen.
Unter ihnen sollen sich dann Rainer Röhner, Mario Kammer, Katja Wollstädt, Dr. Volker Hampe, Horst Zink und Gunter Schieck aus Ilmenau finden.
Röhner erhielt am Donnerstag von seinen FWG-Kollegen in Ilmenau auch Grünes Licht für die geplante Kandidatur zum Ortsbürgermeister von Oberpörlitz. Einstimmig wurde sein Mandat von den zehn anwesenden stimmberechtigten Mitgliedern dafür angenommen.
Unter den 17 FWG-Kandidaten für den Stadtrat Ilmenau sind nicht nur Mitglieder der FWG zu finden. Die Liste stand - wie zuvor angekündigt - auch freien Interessenten offen, was zur Wahl am. Donnerstag noch rege genutzt wurde. Auffällig war, dass vor allem neue Kandidaten das volle Vertraue der Mitglieder genossen und einstimmig auf die Liste gesetzt wurden.
Für Pfingstsamstag kündigte Frankenberger ab 20.30 Uhr einen Historischen Stadtspaziergang mit Kostümen und Fackeln an. Enden soll er im Biergarten des Kümmerling. tom
FWG-Kandidaten
1. Horst Zink, 2. Rainer Röhner, 3. Bernd Frankenberger, 4. Heike Stahlberg, 5. Katja Wollstädt, 6. Ullrich Abicht, 7. Mario Kammer, 8. Sandra Storch, 9. Sören Prüfer, 10. Martin Buresch, 11. Maritta Eschrich, 12. Egon Wirsching, 13. Oliver Köchert, 14. Bernd Löffler, 15. Dr. Volker Hampe, 16. Gunter Schieck, 17. Stephan Harz
MDR-Thüringen Journal 7.März.2009